Keine weiteren Baumfällungen am Schiffenberg: Linke Gießen unterstützt Protest gegen Rodung

Die Linke Gießen

Die Linke Gießen unterstützt den Protest gegen die geplante Rodung von 4,5 Hektar Wald im Schiffenberger Forst. Wir fordern den sofortigen Stopp der Pläne und eine Stadtentwicklung im Interesse von Klima, Natur und Allgemeinheit.

Rodung im Schiffenberger Forst stoppen

Die Linke Gießen ruft zur Teilnahme an der Demonstration gegen die geplante Rodung von rund 4,5 Hektar Wald im Schiffenberger Forst auf. Der Protest findet am Donnerstag, 5. Februar, um 17 Uhr auf dem Rathausvorplatz in Gießen statt – unmittelbar vor Beginn der Stadtverordnetensitzung.

Industrieerweiterung auf Kosten von Natur und Gemeinwohl

Anlass des Protests ist die geplante Betriebserweiterung der Firma Bieber + Marburg im Bereich des Schiffenberg. Dafür soll wertvoller Wald weichen – ein Gebiet, das nicht nur für den Klima- und Artenschutz, sondern auch als Naherholungsraum für viele Menschen unverzichtbar ist.

Wir stellen klar: Wirtschaftliche Einzelinteressen dürfen nicht über dem Gemeinwohl stehen.

Klare Solidarität mit der Bürgerinitiative

Auf unserer Mitgliederversammlung haben wir einstimmig beschlossen, die Bürgerinitiative „Wald statt Stahl und Beton“ sowie deren Petition zu unterstützen. Bereits über 650 Unterschriften zeigen: Der Widerstand gegen die Rodung ist breit verankert.

Die Initiative erinnert daran, dass bei der letzten Erweiterung politisch zugesichert wurde, den Standort nicht weiter auszubauen. Diese Zusage wird nun stillschweigend gebrochen – ohne transparente Entscheidung und ohne echte Bürgerbeteiligung.

Glaubwürdigkeit endet nicht beim Baumbestand

Wer Entsiegelung predigt und gleichzeitig Wald rodet, verspielt politische Glaubwürdigkeit. Hier wird nicht nur Natur zerstört – hier wird Vertrauen gebrochen. Eine Stadtentwicklung, die Klimaziele ernst nimmt, darf solche Widersprüche nicht zulassen.

Arbeitsplätze dürfen kein Totschlagargument sein

Wir widersprechen der Logik, Umwelt- und Klimaschutz gegen Arbeitsplätze auszuspielen. Nachhaltige, zukunftsfähige Arbeitsplätze entstehen nicht auf abgeholzten Flächen. Eine soziale und ökologische Wirtschaftspolitik muss beides zusammen denken.

Unsere Forderungen

  • Sofortiger Stopp der Rodungspläne
  • Erhalt des Schiffenberger Waldes als Klima- und Erholungsraum
  • Demokratische und transparente Stadtplanung
  • Gemeinwohl vor kurzfristigen Firmeninteressen

Wir setzen uns ein für eine Stadtentwicklung, die klimaresilient, sozial gerecht und demokratisch kontrolliert ist. Deshalb: Kommt zur Demo und setzt gemeinsam mit uns ein Zeichen gegen die Rodung!